Wir stehen am Anfang der vierten industriellen Revolution, der umfassenden Vernetzung einer immer intelligenter werdenden Industrie. Die sogenannte Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt auch im Stuttgarter Neckartal.

Dieser Wandel bietet große Chancen für die Industriestadt Stuttgart. Daher muss er frühzeitig gemeinsam mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften aktiv gestaltet und für unsere Stadt genutzt werden. Wir wollen, dass die damit einhergehenden Produktivitätssteigerungen und die zu erwartenden Erleichterungen bei der täglichen Arbeit zu einem gerechten und solidarischen Zusammenleben führen.

Das Stuttgarter Neckartal als Wiege des Automobils erlebt jedoch noch einen zweiten nachhaltigen Wandel mit großen Auswirkungen auf die Arbeitswelt: der Wandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb. Auch diese Veränderung lässt sich durch gesellschaftliche und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abfedern und sozial gestalten.

Als Stuttgarter Politiker kann ich die Leichtigkeit nicht teilen, mit der einige Parteien bereits das Ende des Verbrennungsmotors verkünden. Zu viele Arbeitsplätze sind davon in unserer Region betroffen. Es gibt technische Lösungen für den Verbrennungsmotor, die Stickoxide und Feinstaubemissionen weiter senken, sie müssen lediglich in die Autos eingebaut werden.

Beschäftigung muss gesichert und der Erfinder- und Gründergeist in unserer Region gestärkt und neu entfacht werden. Der geplante “Mission E-Porsche” aus Zuffenhausen und das Zusammenziehen der Batterieaktivitäten von Bosch in Feuerbach sind hierbei sehr erfreuliche Signale. Wir brauchen dabei auch die Pioniere in der vernetzten Welt von Morgen, die Neues schaffen und dabei stets eines berücksichtigen: Technik muss dem Menschen dienen.

Aufgabe wird es sein, neue wirtschaftliche Arbeitsgebiete zu erschließen, die das Leben erleichtern, den Ressourcenverbrauch senken und die Lebensqualität für alle verbessern. Dafür setze ich mich mit all meiner beruflichen und politischen Erfahrung ein.

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